Diese Hochzeit auf dem englischen Land war von "Marie Antoinette" und "Clueless" inspiriert

Von Raya bis zur Hochzeit: eine Liebesgeschichte zwischen Mailand und New York
Als Owen Beaufort-Zeal im November 2024 auf Raya auf Gabrielle Katz traf, steckte er gerade mitten in den Vorbereitungen für seinen Umzug von Mailand nach New York. Gabrielle, Gründerin der PR-Agentur Accent PR_ojects, übernahm direkt die Initiative und reservierte einen Platz im damals neu eröffneten Hotspot "The Corner Store". "Wenn das Date nicht gut läuft, bekomme ich zumindest einen guten Martini", erinnert sie sich heute. Was als spontanes Treffen begann, entwickelte sich schnell zu einer internationalen Liebesgeschichte. Während Owen zwischen Mailand und New York pendelte und Gabrielle beruflich durch Europa reiste, nutzten sie jede Gelegenheit, um sich zu sehen. Ein Besuch in Mailand wurde schließlich zum Wendepunkt.
"In dieser Nacht habe ich mich nicht nur in ihn verliebt, sondern wusste auch, dass ich meinen Ehemann gefunden hatte", erzählt Gabrielle. Weniger als ein Jahr später machte Owen ihr in Saint-Rémy-de-Provence einen Heiratsantrag – mit einem eigens entworfenen Ring aus einem Old-Mine-Cushion-Diamanten, flankiert von zwei Baguette-Steinen.
Das Paar verlor keine Zeit. Nur neun Monate nach der Verlobung sollte die Hochzeit stattfinden – am 23. Mai 2026 im Belcombe Court in Bradford-on-Avon. Für Gabrielle war schnell klar, dass sie die Planung selbst übernehmen würde. "Niemand außer mir würde die Hochzeit organisieren, die ich mir wünsche", sagt sie lachend. Gleichzeitig beschreibt sie Owen als perfekten Gegenpol zu ihrem Perfektionismus. Gemeinsam schufen sie ein Wochenende, das nicht nur ihre Beziehung feiern, sondern auch ihre Familien und Freundeskreise zusammenbringen sollte.
Die kreative Vision des Wochenendes beschreibt Gabrielle als "Marie Antoinette trifft auf 'Clueless'", ergänzt durch zahlreiche Referenzen an Oscar de la Renta aus den frühen 2000er-Jahren.

Belcombe Court in Bradford-on-Avon
Vintage-Tischdecken, handgefertigte Stoffgirlanden und romantische Details bestimmten die Atmosphäre. Die Mitglieder des Kunstclubs von Owens Mutter fertigten rund 180 Meter Girlanden aus Vintage-Stoffen an. Ein weiterer wichtiger Bestandteil war die Papeterie, die ihr enger Freund Matthew Adams Dolan gestaltete. Küssende Tauben, Illustrationen von Jean Cocteau und das Motto "pour l’amour" zogen sich wie ein roter Faden durch das gesamte Wochenende.
Die Braut trug ein maßgeschneidertes Hochzeitskleid – inspiriert von einem Roberto-Cavalli-Look aus 2006Dass Mode eine Hauptrolle spielen würde, stand von Anfang an fest. "Mode war ebenso wichtig für unsere Liebesgeschichte wie für unsere Hochzeit", sagt Gabrielle. Schließlich arbeitet nicht nur das Brautpaar selbst in der Branche – auch viele Gäste prägen die internationale Modeszene.
Die Feierlichkeiten begannen mit einer Stadtrundfahrt durch London, einem Besuch im "Claridge’s" und einem Pub-Quiz in Notting Hill. Gabrielle erschien dabei in einem Vintage-Look von John Galliano für Christian Dior und ihren Lieblings-Mules von Manolo Blahnik. Für das Willkommens-Barbecue am nächsten Tag entschied sie sich für ein blau-weiß gestreiftes Kleid von Ralph Lauren Purple Label, das perfekt zum Motto "Une Fête Américaine: Grill and Glamour" passte.

Als es um ihr Brautkleid ging, wusste Gabrielle, dass es maßgeschneidert sein musste. Bereits Jahre zuvor hatte sie einen Screenshot eines floralen Roberto-Cavalli-Kleides aus dem Jahr 2006 gespeichert. Diese Erinnerung wurde schließlich zum Ausgangspunkt für die Zusammenarbeit mit Christy Rilling von Guild of Hands. Gemeinsam entwickelten sie ein hochgeschlossenes Kleid mit aufwendigen Stickereien, das Einflüsse von Roberto Cavalli, Audrey Hepburns Givenchy-Momenten und Carolyn Bessette-Kennedys zeitloser Eleganz miteinander verband. Dazu trug Gabrielle Mary-Janes von Manolo Blahnik, einen von Gigi Burris entworfenen Schleier, Handschuhe von Cornelia James und Diamantschmuck.

Photo: Giuseppe Marano and Alessia Angelotti
Für den Abend wechselte sie in einen Look, der von Simone Rochas Couture-Kollektion für Jean Paul Gaultier Frühjahr 2024 inspiriert war. Gemeinsam mit Christy Rilling entwickelte sie eine individuelle Interpretation in zarten Rosétönen, ergänzt durch Referenzen an ein Chanel-Couture-Kleid aus dem Jahr 1997.
Später folgte ein dritter Look: ein weißes Minikleid aus Sarah Burtons erster Givenchy-Kollektion für das französische Modehaus. Kombiniert mit Jimmy-Choo-Pumps entstand das perfekte Outfit für die Tanzfläche.
Der blaue Anzug des Bräutigams stammte von Fitzgerald BespokeAuch Owens Garderobe spielte eine wichtige Rolle. Für die Trauung trug er einen maßgeschneiderten Anzug von Fitzgerald Bespoke aus der Savile Row – in Mitternachtsblau mit Fischgrätenmuster und einer Vintage-Krawatte von Charvet.

Rechts Owen Beaufort-Zeal
Für die spätere Feier wechselte er in einen Smoking von Connolly, entworfen von Marc Audibet. "Wenn dein Freund deinen Hochzeitsanzug schneidert, ist das wirklich der schönste Tag deines Lebens", sagt Owen.
So lief die Hochzeit ab – mit Männerchor und TaxifahrtEigentlich hatte Owen nur einen Wunsch: keine Hochzeit zu feiern. Sollte es doch dazu kommen, hatte er allerdings zwei klare Bedingungen. Die Trauung musste in der Church of England stattfinden – schließlich ist sein Großvater Pfarrer – und ein walisischer Männerchor durfte auf keinen Fall fehlen. Die Zeremonie selbst beschreiben beide als elektrisierend. Nachdem der Männerchor seinen letzten Ton gesungen hatte, erfüllte minutenlanger Applaus die Kirche. Anschließend spielte Owens Schwester Lucie Beaufort "Dreams" von den Cranberries zum Einzug der Hochzeitsgesellschaft. Als Gabrielle schließlich den Gang entlangschritt, erklang David Bowies "Heroes", gespielt von Alan Power & The Take Twos.

Owen Beaufort-Zeal und Gabrielle Katz
"Ich habe meinen Einsatz komplett verpasst und bin viel zu früh losgelaufen", erinnert sie sich. "Aber dadurch konnte ich mehr von dem Lied hören und länger in diesem Moment bleiben." Nach der Trauung stieg das frisch verheiratete Paar in ein Taxi, das es zur Feier brachte. Es folgten Cocktails, ein Festessen, emotionale Reden und eine Tanzfläche, die bis tief in die Nacht gefüllt blieb. Auf die Frage, wie sich das Wochenende heute anfühle, antwortet Gabrielle: “Als wären wir Helden gewesen – wenn auch nur für einen Tag.”
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